
KOMMUNIKATION – DIE BRÜCKE ZUM GEGENÜBER
Kommunikation & Körpersprache
„Es genügt nicht, dass man zur Sache spricht. Man muss mit / zu den Menschen sprechen.“
Stanislaw Jerzy Lec
Die Entwicklung einer positiven Kommunikations- und Kooperationskultur beeinflusst maßgeblich den langfristigen Erfolg von Unternehmen / Institutionen und Organisationen.
Kommunikationskompetenz gehört zu den sog. Soft Skills und ist ein wichtiger Schlüssel für den beruflichen Erfolg und für ein gelingendes Miteinander.
Die individuelle Kommunikationsfähigkeit kann erweitert und trainiert werden.
Voraussetzungen dafür sind Kenntnisse über Grundlagen der nonverbalen und verbalen Kommunikation und von Kommunikationsmodellen sowie die Bereitschaft, das eigene Kommunikationsverhalten zu reflektieren z. B.:
- Die 4 Seiten einer Nachricht – die 4 Ohren des*der Empfänger*in
- Dialog mit dem inneren Team (nach Schulz von Thun)
Innere Konflikte und Widersprüche wahrnehmen, visualisieren und bearbeiten
Die innere Klarheit ist wesentliche Voraussetzung für eine gelingende zwischenmenschliche Kommunikation! - Wahrnehmen – interpretieren – reagieren (W.I.R.)
Botschaften anderer ‚richtig‘ interpretieren - Aktives Zuhören / lebendiges Mitteilen
Präsenz – zugewandte Haltung – Körperausdruck – Mimik – Sprache - Zielorientierte Kommunikation
Grundlagen der ergebnisorientierten Gesprächsführung - Fragetechniken – ein wichtiges Instrument in der Gesprächsführung
- Umgang mit Einwänden und Beschwerden
- Konfliktmanagement/ Deeskalation
herausfordernde Situationen im Berufsalltag konstruktiv lösen - Metakommunikation – Kommunikationsebene über die Art und Weise der gemeinsamen Kommunikation
Die persönlichen Voraussetzungen für eine gelingende Kommunikation können ebenfalls weiterentwickelt und gestärkt werden. Dazu gehören:
- Empathie
Die Fähigkeit sich in den anderen / die andere einzufühlen und zu wissen, dass die Welt aus der Sicht des anderen / der anderen anders aussieht. - Authentizität / Echtheit & Kongruenz
Die Übereinstimmung zwischen drei Bereichen der Persönlichkeit
inneres Erleben, Bewusstsein, Kommunikation (Was ich fühle / Was ich davon bewusst wahrnehme / Was ich davon mitteile) (Carl Rogers) - Präsenz und Gelassenheit
Geistige Klarheit und Aufmerksamkeit – Entspannungsfähigkeit
65% der zwischen-menschlichen Kommunikation ist nonverbal. Daher ist es wichtig zu wissen, was der eigene Körper spricht während Sie reden.
Die Übereinstimmung zwischen Verbalem und Nonverbalem sind Grundvoraussetzungen für eine klare Kommunikation (kongruente Botschaften).
Der erste Eindruck entscheidet oft über Sympathie und Kompetenzzuschreibung. Dies geschieht in weniger als einer Zehntel-Sekunde!
Die Körpersprache – Gestik, Mimik, Körperhaltung und Bewegungen – ist ganz entscheidend für die Verständlichkeit gesprochener Worte auf das Gegenüber.
Die Stimme – Tonfall, Sprachmelodie, Rhythmus – hat ebenfalls eine sehr große Wirkung.
Durch Schulung der Körperwahrnehmung und der Beobachtungsgabe ist es möglich:
- sich für die eigene Körpersprache zu sensibilisieren (Auftritt & Wirkung)
- nonverbale Signale anderer besser zu verstehen (Körpersprache lesen)
- auf nonverbale Prozesse in Gesprächen zu achten
Körpersprache und innere Haltung:
Körpersprache ist Ausdruck der inneren Haltung und kann sich verändern, wenn sich die innere Einstellung ändert.
Konkrete Übungen können ebenfalls helfen eine andere Körperhaltung einzunehmen, in eine andere ‚Rolle‘ zu schlüpfen.
Wichtig ist dabei authentisch zu bleiben!